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Systemische Beratung - kurz und knapp:

Eine Kurzzeittherapie
(Wieder-) Finden der Kräfte und Ressourcen des Klienten
In erster Linie gegenwarts- und zukunftsorientiert
Fragen nach dem "Wie" (Prozess, Dynamik) statt nach dem "Warum" (Ursachenforschung): wie "tickt"
der/die Ratsuchende, wie ist sein/ihr Bild der Wirklichkeit, welche Sichtweisen und Strategien können
ihm/ihr helfen zu wachsen, vorwärtszukommen
"Fürchte dich nicht vor langsamen Veränderungen, fürchte dich eher vor dem Stillstand" ( aus Japan)

 
 
 

...und wenn Sie es etwas genauer wissen möchten, lesen sie einfach hier weiter:

Es gibt zahlreiche Studien weltweit, die die Wirksamkeit der systemischen Therapie nachweisen. In den USA beispielsweise ist sie eine der populärsten Methoden ("Brief Therapy"). 2008 wurde die Systemische Therapie vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt. In Österreich und der Schweiz ist diese Therapieform von allen Krankenkassen zugelassen, in Deutschland warten wir leider noch darauf.

Ausgangspunkt des systemischen Denkens ist die Sicht des Menschen als ein Individuum, das nicht als isoliertes Einzelwesen lebt und betrachtet werden kann, sondern das a) stets auf Andere bezogen ist und b) sich in verschiedenen, hierarchisch geordneten Systemen bewegt.
Für die systemische Arbeit bedeutet das also, dass jegliche Problemstellungen, die die Klienten vorbringen, grundsätzlich im Zusammenhang mit dem jeweiligen System, in dem sie leben und sich bewegen zu sehen sind. Das gilt nicht nur für die Paar - und Familienberatung, sondern ebenso für die Einzelberatung.

"System" meint hier ein zusammengesetztes Ganzes, das mehr ist als die Summe seiner Teile! Sprich: Jeder Mensch lebt in Wechselwirkungen mit den anderen "Elementen" seines Bezugssystems. In der Schlussfolgerung bedeutet das, das bereits die Veränderung nur eines Teiles des Systems Veränderungen des Gesamtsystems zur Folge hat.

Bildlich gesprochen kann man sich z.B. die Mitglieder eines Familiensystems wie durch ein unsichtbares Seil miteinander verbunden vorstellen. Auf diese Weise wird schnell klar, dass eine Bewegung eines einzelnen Familienmitglieds in eine bestimmte Richtung unmittelbare Auswirkungen auf den Rest der Familie hat - das "Seil" lockert sich vielleicht hier und da, an anderen Stellen spannt es sich plötzlich oder reißt womöglich.

Für die systemische Beratung ist es daher wichtig, diese Wechselwirkungen genau zu analysieren. Dabei wird weder Ursachenforschung betrieben noch gibt es die Frage nach "Schuldigen", die sich infolge dieser Betrachtungsweise gar nicht erst stellt.

Eine weitere Grundannahme des systemischen Denkens besteht darin, dass sich jeder Mensch sein eigenes Bild der Wirklichkeit konstruiert aufgrund seiner Herkunft, seiner persönlichen Erfahrungen und der Interaktionen mit seiner Umwelt. (Konstruktivismus). Diese "Welt" gilt es zunächst einmal zu verstehen, um daraus dann mit dem Klienten gemeinsam - wenn nötig bzw. gewünscht - neue Sichtweisen, neue Perspektiven zu entwickeln, die ihn weiterbringen.
Systemische Beratung ist ressourcen - und lösungsorientiert. Es wird keine langwierige Ursachenforschung betrieben, da dadurch allein keine Veränderung vorangebracht wird. Vielmehr ist es ein zentrales Anliegen systemischer Beratung, nach den Kräften und Ressourcen des Klienten zu forschen bzw. sich gemeinsam mit ihm auf die Suche danach zu begeben. Denn jeder Mensch besitzt seine eigenen Lösungsschlüssel, seine persönliche Strategie, um zu "überleben". In Krisenzeiten stehen diese Strategien jedoch auf einmal nicht mehr zur Verfügung. An dieser Stelle setzt dann die Beratung an.

Das zentrale Element und gleichzeitig ethische Grundlage systemischen Denkens und Handelns liegt in der Haltung der Wertschätzung, des Respekts den Klienten gegenüber. Es geht also zunächst einmal um die Anerkennung dessen was ist. Diese Haltung ist der Ausgangspunkt jeglichen weiteren Handelns.